Wir Menschen erlernen

    die Realität um uns zuerst durch die Wahrnehmung unserer Sinne. Wir sehen, vor wir sprechen.
    Wir sind Augenwesen!

    Wir Menschen erlernen die Realität um uns, zuerst durch die Wahrnehmung unserer Sinne.

    Wir sehen, vor wir sprechen. Wir sind Augenwesen!

    Wir können unsere Umwelt mit Worten beschreiben, aber nur durch das Sehen als Wirklichkeit erfahren.

    Die Aufgabe der Kunst ist in einem nächsten Schritt,die Veränderung und Transformierung dieser Wirklichkeit. Kunst entwickelt alternative Vorstellungen von Realität - sie durchbricht Wahrnehmungsmuster –und damit Denkmuster – und damit Handlungsmuster. Kunstwerke werden, so Leonardo da Vinci, nicht mit dem Pinsel, sondern mit dem Kopf gemalt.

    Denn in Wahrheit produziert die Kunst keine Bilder, schon gar keine Abbilder - sie produziert Ideen, Haltungen und Perspektiven.

    Die Prämisse da Vincis findet ihren Höhepunkt in der Kunstauffassung eines Josef Beuys, der Kunst als eine schöpferische Kraft sieht, welche im eigenen Denken begründet liegt. Jeder Mensch ist ein Künstler, jeder kann kreativ seinund jeder ist ein Mitgestalter am sozialen Ganzen. Beuys fordert die Kreativität und aktive Teilnahme aller Menschen, um die soziale Gemeinschaft zu transformieren und laufend zu verbessern. Darin sieht er den Sinn von Kunst.

    Mein 17-jähriger Sohn brachte kürzlich beim Abendessendie Rede auf die Verfilmung des Romans„Der Club der toten Dichter“.Ende der 1980er Jahre gedreht, hat sie nichts an Bedeutung verloren und fasziniert unverändert. Mr. Keating, Lehrer und Hauptprotagonist,fordert seine Schüler zu selbständigem Handeln heraus, zu freiem Denken, dazu, die Welt immer wieder aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.

    Sie sollen sich mehr zutrauen, ausloten, wo ihre Möglichkeiten liegen – und ihre Chancen nützen. Er will seinen Schülern nicht nur die Welt der Poesie und der schönen Dinge des Lebens nahebringen; er macht ihnen klar, dass Kunst und Poesie derSchlüssel sind, um herauszufinden, was in jedem von uns steckt, wozu jeder von uns fähig ist, worin der Sinn des Lebens besteht.

    Er zitiert den amerikanischen Dichter Walt Whitman: „Die immer wiederkehrenden Fragen: Wozu bin ich da? Wozu nützt dieses Leben?“ Und die Antwort ist: „Damit du hier bist. Damit das Leben nicht zu Ende geht. Damit das Spiel des Lebens weiter besteht und du deinen Vers dazu beitragen kannst.“

    Das ist, was die Kunst für uns tut.

    Barbara Votik, gelernte Meisterin in sämtlichen Glasangelegenheiten, stellt das Experimentieren mit dem Material Glas in ihren künstlerischen Fokus.

    Unkonventionell und beinahe aufmüpfig experimentiert sie genau in dem Grenzbereich, wo Glas materialtheoretische brechen müsste – das ist der Reiz ihres künstlerischen Tuns. Alte Techniken werden von ihr neu gedacht. Die virtuose Beherrschung des Handwerks und ihre wissenschaftliche Neugier verschmelzen im wahrsten Sinne des Wortes zu purer Poesie.

    Was in Lehrbüchern als unmöglich beschrieben wird, nämlich, Glassorten unterschiedlicher Ausdehnung zu verschmelzen, gelingt Barbara Votik nach zahlreichen Experimenten eben doch.

    Und durch diese Verschmelzungen entstehen Materialspannungen, die sie in Würfeln und Waben durch Polarisationsfilter sichtbar macht – die Brüche, durch die das Licht kommt – so wie es im Text zu Leonard Cohens legendärem Song „Anthem“ heißt: „There is a crack in everything/That’s how the light gets in“.

    Doppelbrechend sind auch die gefalteten Folien, die sie ebenfalls in einer Wabenform gelagert als eine Sammlung von Versuchen präsentiert. Und Sammlung heißt ja auch: zu sich kommen, sich auf etwas konzentrieren, sein Inneres in einen Zustand des Gleichgewichts bringen.

    Dieser etymologische Zusammenhang ist heute, in Zeiten immer weiter beschleunigter Besitzanhäufung aus dem Blick geraten, trifft aber auf Barbara Votik mehr als zu.

    Die Farben, die Konzentration, die Tiefe ihrer Arbeiten haben bei aller Könnerschaft, Wissenschaftlichkeit und experimentellen Konsequenz etwas vom leichten Flügelschlag eines Schmetterlings, vom zarten Klirren der Glaskugeln in ihrem Garten, wenn sie sich leicht im Wind bewegen - verspielt und freudvoll zeugen sie von jener Schönheit und Poesie, die den Lehrer Keating in seinem Club der toten Dichter vor Leidenschaft auf den Tisch springen lässt.

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    meine Arbeiten

    entstehen aus dem Unvermögen die Neugierde zu unterdrücken

     

    Origamovie

    7-teilige Reihe aus der Ausstellung im Kunstwerkraum Untermieming 2024


    Eine kleine Origami-Faltung aus doppelbrechender Folie liegt eingebettet in einem Wabenkörper. Die wechselnden Ausrichtungen der Polarisationsfilter lässt die unterschiedlichsten Farbspektakel sichtbar werden. 

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    Die Fotos sind farblich wirklichkeitsgetreue Abbildungen, d.h. abgesehen von Staubkörnchen sind sie unbearbeitet.


    • Polarisations-Fotografie
    • Galleryprint auf Alu Dibond /Acryl
    • 30 x 30 cm

    Marmor

     Ganz andere Materialien austesten ist eine wahre Bereicherung.


    Nicht nur, um mich daran zu erinnern, dass ich mit dem Besten aller Materialien bereits arbeite, sondern weil die dafür benötigten anderen Bearbeitungs-Techniken die altgewohnten reflektieren lassen. Entstanden ist die Skulptur beim Obstbangert Bildhau - Workshop geleitet von Walter Resch. Die Bohrlöcher zur Brockenteilung waren die Inspiration zu den Rinnsalen.

     


     

    • Skulptur 2015
    • Marmor
    • ~18x40x18cm
      Workshop Obstbangert Wildermieming

    anisotropien

    in einem anisotropen Körper breiten sich Lichtstrahlen nicht in alle Richtungen gleich aus


    "Doppelbrechnung" ist das Schlüsselwort zu den kleinen Glas-Sphären in den 3D-Druck-Würfeln. Bei dieser Sammlung, die ich 2024 erstmalig ausgestellt habe, setze ich unterschiedliche Glassorten ein. Manche erzeugen Spannung, oder reagieren auf UV-Licht, und manche sind quasi All-In.
    Die zusätzlichen Variationen der Polarisationsfilter haben schon den ein oder anderen Knoten in meinen Gehirnwindungen verursacht.
    Die Anisotropien schauen nur unschuldig!

      anisotropie3w anisotropie4w anisotropie5w anisotropie6w anisotropie7aw anisotropie0w


    • Montageplastiken 2024
    • Silikatglas/3D-Druckkörper
    • 6 x 6 x 6 cm auf Glasstativ
      KunstWerkRaum Untermieming

    capsulehotel

    eines führt zum anderen


     

    die einzelnen 3D-Druck-Waben sind mit variirenden Filtern ausgestattet.

    Sie beherbergen gefaltete Folien oder gewollt verspannte Glaskugeln die mit manch einer Überraschung aufwarten können. Die Sammlung der unterschiedlichsten Erscheinungen kombiniert sich ein ein quirliges Panoptikum.

     


     

    • Montageplastik
    • Silikatglas, Filter, PET 3D-Druck
    • 64 x 25 x 12 cm inkl.Glasstativ
      KunstWerkRaum Untermieming

    blutfigur

    entstanden ist die Blutfigur 2003 im Zuge des Glassymposiums in Hadamar.


     

    Zahlreiche Tests der neuen farbigen Borosilikatglasstäbendes amerikanischen Glasherstellers Northstar führten unter anderem zu diesem Ergebnis.

     


     

    • Plastik 2003
    • Borosilikatglas
    • H ~12cm
      Symposium Hadamar

     

     

    GAPmod

    ursprünglich als "GAP" bei der Nominiertenausstellung zum "Fritzi-Gerber-Preis 2022" der Galerie Nothburga ausgestellt.


    Modifiziert durch einen übergreifenden Aufbau der Polarisationsfilter, wird die Spannung im Glaskörper sichtbar, und "GAP" zu "GAPmod". Diese Spannung entsteht durch eine kleine eingeschmolzene Glaskugel mit abweichenden Material-Eigenschaften.

     GAPmod1w GAPmodw


    •  die Plastik GAP 2022
    • Silikatglas frei geformt in Gipsguss
    • 17 x 19 x 20 cm 
      Galerie Nothburga
    • Installation 2024
    • GAPmod polarisiert auf Lichtsockel 
      KunstWerkRaum Untermieming

    die reise

     ich meine eine Bewegung zu erkennen


     

    Der Schmelzkörper aus Folie hat so viele kleine Flächen gebildet, dass die Kugel höchst stabil erscheint. Tatsächlich ist sie leicht und fragil ähnlich einer Feder.
    Die Fotografie ist farblich eine wirklichkeitsgetreue Abbildung, d.h. abgesehen von Staubkörnchen ist sie unbearbeitet.

     


     

    • Polarisationsfotografie 2024
    • Galleryprint AluDibond/Acryl
    • 30x30cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    holodeck

    anders als auf der Enterprise ist das im Raum befindliche Objekt real


     

    Im geschliffenen und polierten Glaskörper stört ein kleines Körnchen Quarzglas die Homogenität, und verursacht damit die subtile Spannung im Material. Sie wird durch die Polarisationsfilter im MDF Würfel sichtbar.

     


     

    • Montageplastik 2023
    • Silikatglas in MDF Würfel, LED Beleuchtung
    • 14x14x14cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    Körner

    Körner lassen sich aber auch wunderbar mahlen


    schon klar, das Thema der Mitgliederausstellung 2022 "Malzeit oder Mahlzeit" sollte was ganz anderes ansprechen.
    Meine Körner sind nicht gemalt sondern geblasen, nicht für das Mahl sondern in Gips gebettet.
    Es könnte aber durchaus passieren, dass die "Körner" ein ähnliches Schicksal wie die Plastik "GAP" erfahren; jedes Korn verfügt nämlich über ein inneres Körnchen, und damit Spannung die sichtbar gemacht werden will.

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    •  Montageplastik 2022
    • Silikatglas/Gips
    • ~28x16x6cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    positions ii

    man müsste drum herum gehen können


     

    Die Position der orangen Punkte in den einzelnen Glasstäben ist so gewählt, dass im Ganzen eine Kugel erscheint - ähnlich einem Hologramm.
    Auf Fotos ganz schwierig abzubilden, wird aber in der Begegung um das Podest die schwebende Kugel zwischen den Stäben eindeutig sichtbar. Fantastisch, was unser Gehirn in kürzester Zeit für uns berechnen kann.

     

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    •  Montageplastik 2014
    • Silikatglas/Acryl
    • 25x25x25cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    lebendig

    einer tanzt immer aus der Reihe


     

    Die einzeln geformten Glasfiguren sind an ihren vorgesehenen Platz positioniert, harren ihrer Dinge. Und da ist eine, die sich auflehnt, nicht an die Regeln hält, Schabernak treibt oder in irgendeiner anderen Weise unangepasst ist. Damit nicht genug, steckt sie auch noch andere an. Geht den sowas?

    lebendigw  lebendigDetw


     

    • Bild 2007
    • Silikatglas auf MDF
    • 40x50 cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    42

    “Ultimate Question of Life, the Universe, and Everything”


    zugegeben, der Bezug zu Douglas Adam´s Roman ist etwas weit hergeholt. Oder war am Ende auch ein "Pangalaktischer Donnergurgler" mit im Spiel?
    Wohl kaum, denn die einzelnen, der Länge nach halbierten Glasrohre punktuell wieder zu verschmelzen erfordert höchste Konzentration und Wissen um die Spannungen im Material Glas. Fachlich ist diese Arbeit keine leichte Übung.

     

    42w 2007  42durch5w 2007


    • Bild 2006
    • Silikatglas auf MDF
    • ~40x200cm
    • 42/5 betrifft 5 einzelne Bilder selber Machart ~27 x 20cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    Bausch

    fingergestrickt möchte ich erwähnen


     

    Die, in eine Art Schnur geschnittene Folie, bildet mit ihren Verstrickungen eine Vielzahl an Flächen, Winkeln und Überlagerungen. Diese leiten das polarisierte Licht in Form von Farben ins menschliche Auge. Die seitliche Ansicht zeigt klar, dass ohne die Polarisation alles farblos ist.

    bauschw 2024 bauschfrontw 2024 bauschseitlw 2024


     

    • Plastik 2024
    • Silikatglas / PET 3D-Druckkörper
    • 10 x 10 x 10 cm

    7 zwerge

    ja, es sind mehr


     

    Einzelne Glasfiguren türmen sich aufeinander.
    Manche chillen, manche raufen sich um den besten Platz; es gibt Stolze und welche die resigniert haben.
    Aber nur einer spielt Querflöte.

     

    7zwergew 7zwergeDetw 7zwergeDet1w


     

    • Plastik 2004
    • Silikatglas
    • H ~35cm
      AlpenAdriaGalerie Klagenfurt

    salat ohne ende

     


    Wenn alles anfängt sich zu vervollständigen, wie durch Zauberei von der Hand geht, und eins das andere weiter befruchtet; wer das kennt, kann nachvollziehen welche Freude ich an dieser Fotografie habe. Gekrönt damit, dass sie sich nun an würdiger Stelle befindet.

     


    • Polarisationsfotografie 2024
    • Galleryprint AluDibond/Acryl
    • 60 x 80 cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    asteriske in aufruhr

     


     

    * Folien falten * Filter einrichten * Fotografieren


      es könnte doch alles gut koordiniert ablaufen.

      Worüber regen sich die Stern*Innen bloß auf?

     


     

    • Polarisationsfotografie 2024
    • Galleryprint AluDibond/Acryl
    • 12 x 12 cm

     

     

     

    flying frogs

    begonnen hat alles mit einer Jugend-Band


    Behebig ist der Flug der Frösche. Auch ihre Schatten zeugen von der Anstrengung. Doch im Schwarm vereint, strahlen sie eine seltsame Dynamik und Kraft aus.
    Die 2007 im KunstWerkRaum Untermieming gezeigte Installation wurde mit Heimchen-Gezirpe akustisch untermalt.
    Das hatte was!

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    •  Installation 2007
    • Silikatglas
      KunstWerkRaum Untermieming

    Horten

    Es ist nur die Form der Origamifaltung, die mich an den "Tarnkappenflieger" erinnert. Die Entwicklung für die deutsche Wehrmacht war glücklicher Weise nie im Einsatz.


    Eine kleine Origami-Faltung aus doppelbrechender Folie liegt eingebettet in einem Wabenkörper. Die wechselnden Ausrichtungen der Polarisationsfilter lässt die unterschiedlichsten Farbspektakel sichtbar werden. 

    horten2w 2023  origamovie1w 2024

    Die Fotos sind farblich wirklichkeitsgetreue Abbildungen, d.h. abgesehen von Staubkörnchen sind sie unbearbeitet.


    • Polarisations-Fotografie

    Phiolen

     


    Meine gefestigte Neigung nichts wegzuwerfen ist nicht immer ein Fluch. Zwar alte aber immer noch intakte Phiolen, und Glaskrösel einer längst geschlossenen Glashütte versuchte ich zu verschmelzen. Leichte Unterschiede in den Glaseigenschaften machten diese Aufgabe schwierig. Die zahlreichen Experimente mündeten schließlich erfolgreich in diesem Glasbild.

    phiolenw 2024   phiolenfrontw 2024


    • Bild 2024
    • Silikatglas auf AluDibond
    • 80 x 80 cm
      KunstWerkRaum Untermieming

    Selo

     


    Ich lasse mich gerne von den Materialien und deren Eigenheiten leiten. Ungezwungenes Probieren und Erkennen, das ist das Spiel mit dem ich vorankomme.

    Die Fotos sind farblich wirklichkeitsgetreue Abbildungen, d.h. abgesehen von Staubkörnchen sind sie unbearbeitet.


    • Polarisationsfotografie 2024
    • Galleryprint AluDibond/Acryl
    • 12 x 12 cm

    shrink

     heftig deftig


    Auf dieses knall-orange-pink war ich selbst nicht gefasst!

    Ich lasse mich gerne von den Materialien und deren Eigenheiten leiten. Ungezwungenes Probieren und Erkennen, das ist das Spiel mit dem ich vorankomme.

    Die Fotos sind farblich wirklichkeitsgetreue Abbildungen, d.h. abgesehen von Staubkörnchen sind sie unbearbeitet.


    • Polarisationsfotografie 2024
    • Galleryprint AluDibond/Acryl
    • 12 x 12 cm

     

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    Mit dem Wissen, dass das Material Glas Geheimnisse in sich birgt, die selbst manchen Fachleuten verborgen bleiben, entwickle ich meine Ideen. Experimente und Fachwissen variiere ich in immer wechselnden Kombinationen; selbst Missgeschicke erkenne ich als neue Impulse und entwickle entstandene Ergebnisse weiter.

    Nicht alle Geheimnisse lassen sich auf einer Homepage lüften

    Gerne können Sie mich kontaktieren um mehr zu erfahren!

    art[at]barbaravotik.at

    Barbara Votik
    Kreidweg 12
    6416 Obsteig

    +43 (0)676 93 60 300 10.00 - 18.00 Uhr